ÖVP für zukunftsfitten öffentlichen Verkehr und seriöse Diskussion!

Die Diskussion über die Gestaltung des Kaiser-Josef-Platzes und die Verlegung der Busdrehschreibe wird seit Jahrzehnten diskutiert – und das hat seine Gründe. So gab es anlässlich des Bürgerrates zum Kaiser-Josef-Platz den unmissverständlichen Wunsch der Teilnehmer an die Politik über eine Verlegung der Busdrehscheibe nachzudenken. In einer „WT1 Umfrage“ (419 Teilnehmer) sprachen sich 65 % für eine Verlegung zum Bahnhof aus. Die EWW Group führte unter Buskunden eine Umfrage mit 149 Personen durch mit dem Ergebnis, dass sich Buskunden den Kaiser-Josef-Platz als zentrale Ausstiegs- und Umstiegsstelle wünschen. LAbg. Dr. Peter Csar: „Wir sollten zu einer seriösen Diskussion zurückkehren und nicht mit unseriösen Umfragen die Welser Bevölkerung abspeisen. Wer in einem Caféhaus eine Umfrage über Kaffee macht kennt vorher das Ergebnis.“

ÖVP für zentrale Ausstiegsstelle am Kaiser-Josef-Platz

In der Diskussion gibt es immer wieder eine verkürzte Darstellung der Fakten. Die ÖVP Wels hat sich immer für eine zentrale Ausstiegsstelle am Kaiser-Josef-Platz ausgesprochen. Die Frage wo der zentrale Umstieg erfolgt ist ein anderes Kapitel.

Zugfahren ist modern – Anbindung ist schlecht

Aufgabe der Politik in Wels ist es, einen zukunftsfitten öffentlichen Verkehr für die nächsten Jahrzehnte den Welserinnen und Welser zur Verfügung zu stellen. Dazu muss man sich auch die geänderten Lebensumstände anschauen und diesen auch gerecht werden. Vor 20 Jahren galt man als Exot, wenn man mit dem Zug nach Linz oder Wien gefahren ist. Heute ist es unüblich mit dem Auto nach Wien oder Linz zu fahren. Zug fahren ist in, die Geschwindigkeit und Qualität passt. Wenn man das konsequent bis zu Ende denkt muss auch die Anbindung des regionalen öffentlichen Verkehrs an den überregionalen Verkehr kundenfreundlich sein. Genau hier ist aus Sicht der ÖVP das größte Problem.

Der öffentliche Verkehr muss Nutzen generieren

Der öffentliche Busverkehr hat sich immer nur an den Kunden und nicht an den NICHT-Kunden bzw. potentiellen Kunden orientiert. Für einen Gelegenheitsbuskunden ist es schier unmöglich ein Ticket zu lösen geschweige denn schnell eine Verbindung zu finden. Dies wird auch deutlich, wenn man das Parkdeck am Welser Bahnhof genauer ansieht. Zahlreiche Welserinnen und Welser parken mit ihrem Auto im Parkdeck. Warum nutzen diese Kunden nicht den öffentlichen Verkehr??

„Wenn der öffentliche Busverkehr in Wels für den Benutzer keinen Nutzen generiert wird er auch nicht angenommen. So ist es nicht möglich, das Welios oder den Magistrat mit öffentlichen Verkehrsmitteln direkt anzufahren“ stellt LAbg. Dr. Csar fest.

Gespräche mit Lehrerinnen und Lehrer zeigen klar, dass hier ein Manko besteht. So müssen Schulklassen vom Bahnhof zu Fuß ins Welios gehen. Diese Tatsache macht das Welios für Ausflüge uninteressant, da dadurch wenig Zeit für die Ausstellung übrigbleibt.

 

Qualität steigern durch Innenstadtlinie und Anbindung Stadtplatz

Die ÖVP Wels wünscht sich eine ehrliche Diskussion über die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Wels. Ein Fortschreiben eines in den 80ziger Jahren entwickelten Konzeptes wird der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs und der generellen Debatte rund um Mobilität nicht gerecht. Ohne einer zentralen Innenstadtbuslinie, welche den Stadtplatz, Kaiser-Josef-Platz, Welios, etc. anfährt, oder einem modernen einfachen Bezahlwesen, einer flächendeckenden Echtzeitanzeige wird das gemeinsame Ziel – der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel – nicht erreicht werden. Die ÖVP Wels verschließt sich keiner Diskussion. Aus diesem Grund haben Parteiobmann LAbg. Dr. Peter Csar und der Bürgermeister Dr. Andreas Rabl (der auch Aufsichtsratsvorsitzender der EWW ist) bereits im April vereinbart, dass externe und vor allem unabhängige Gutachter eingeladen werden, eine faktenbasierte Gegenüberstellung der Standorte „Bahnhof und KJ“ zu erstellen.

LAbg. Dr. Peter Csar: „Es geht bei dieser Diskussion um eine zentrale Zukunftsentscheidung für die Stadt Wels und eine Neugestaltung des Kaiser-Josef-Platzes, welche man aus „Einfachheitsüberlegungen“ nicht vom Tisch wischen darf“.

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Busdrehscheibe am Kaiser-Josef-Platz