Vorsitz- und Vorstandswechsel in der WKO Wels-Stadt bei Frau in der Wirtschaft

Sybille Prähofer, die auch geschäftsführende Gesellschafterin der Agentur AZ-Marketing ist, wurde zur neuen Vorsitzenden von Frau in der Wirtschaft Wels-Stadt gewählt, Elke Drum, Karriere & Macher Personalmanagement und Monika Herrnbauer-Thaler, thalerkamin als Stellvertreterinnen bestätigt. Prähofer folgt auf Maria Reischauer, die die Geschicke der Interessensvertretung mehr als neun Jahre lang erfolgreich gelenkt hat.

„Nachhaltige Interessensvertretung ist für mich mehr als nur ein Schlagwort. Damit Frauen ihre beruflichen und persönlichen Ziele besser verwirklichen können, braucht es gezielt Ansprechpartner,“ sieht sich Prähofer als Anlaufstelle für alle Unternehmerinnen, in jeder Phase der Unternehmensentwicklung. 

Beinahe die Hälfte aller Unternehmen werden von Frauen geführt. Viele sind in Dienstleistungsbranchen und im Handel selbstständig tätig – in Wels 1.718 als Einzelunternehmerinnen. In der Eigenreflexion fühlen sich diese Frauen oft nicht als klassische Wirtschaftstreibende. „Wir müssen uns genau auf diese flexiblen und wendigen Unternehmerinnen einstellen und ihnen den Wert ihrer Tätigkeit und ihres Engagements deutlich machen“, sagt Prähofer. Jede Frau, die sich selbstständig macht, ist ein wichtiger Teil der Wirtschaft – unabhängig von der Betriebsgröße. Hier gilt es ein besseres Bewusstsein zu schaffen.

Unternehmerinnen verdienen mehr!

Den ersten Schwerpunkt will Sybille Prähofer, gemeinsam mit ihrem Team, dem Thema Honorarverhandlungen widmen. „Diese sind vielen Selbstständigen unangenehm. Vor allem aber Unternehmerinnen fällt es schwer, mit Auftraggebern Honorare zu verhandeln und dabei eine klare Position zu beziehen“, meint Prähofer: „Leistung zu bringen ist für Frauen selbstverständlich. Ein adäquates Entgelt dafür zu verlangen leider nicht“. Das ist in zweierlei Hinsicht problematisch: Zum einen vergeben diese Unternehmerinnen die Chance, sich als Profi zu präsentieren, der seinen Wert kennt. Zum anderen bringen sie sich so in die Lage am Ende akzeptieren zu müssen, was ein Auftraggeber bietet. Hier gilt es anzusetzen und Welser Unternehmerinnen zu motivieren, den Wert ihrer Leistung selbstbewusst zu vertreten. 

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